Konzept der Landesgartenschau
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Konzeptioneller Mittelpunkt der Landesgartenschau ist der historische Kurpark. Seine außergewöhnliche Lage mit den beiden Kurparktälern, die direkt in das angrenzende Naherholungsgebiet und damit in ein weitläufiges Wander- und Hiking-Netz führen, die geschützte Lage unterhalb der bewaldeten Hügel, die romantischen Verweil- und Entdeckungsorte bieten einen ganz unverwechselbaren Charme. Der Kurpark besitzt damit ein unschätzbares und in der Großregion einmaliges Potential. Das Motto der Landesgartenschau heißt: "Natur erleben. Natürlich leben." Dieses gilt es während der Landesgartenschau 2018 zu präsentieren und zu einem lebendigen Erlebnis zu machen.

Voraussetzung hierfür ist die komplette Sanierung des Kurparks. Ein historischer Landschaftspark muss wie ein Gebäude auch in gewissen Zeitabschnitten „generalüberholt“ werden. Zum letzten Mal wurde in den 1930er Jahren pflegerisch und gestalterisch konsequent an der Parkanlage als Gesamtheit gearbeitet. Dementsprechend ist die landschaftsarchitektonische Baumordnung des historischen Parks heute überwuchert, er hat schlichtweg an Attraktivität verloren. Für die Landesgartenschau wird die ursprüngliche kunsthistorisch wertvolle Satzung wiederhergestellt. Dabei sind nicht die großen Interventionen gefragt, sondern vielmehr die bewusste Konzentration auf Weniges aber Wichtiges und eine behutsame moderne Gestaltung.

Der Kurpark als abwechslungsreicher und multifunktionaler Erholungspark soll sich in Zukunft zu einem städtischen Anziehungspunkt für Bürger und Touristen entwickeln. Die Landesgartenschau bietet Bad Schwalbach so die Möglichkeit, Bestehendes aufzuwerten, prägende Qualitäten langfristig zu erhalten und Zukunft zu gestalten.

Die durch die Landesgartenschau entstehende Schubkraft soll genutzt werden für vielfältige Initiativen im öffentlichen und privatwirtschaftlichen Bereich.

Eine halbe Millionen Besucher, die hier etwas sehen, erleben und weitertragen, sind eine einmalige Chance. Sie gilt es zu begeistern und davon zu überzeugen, dass Bad Schwalbach „bunt“ ist: vielseitig, spannend, erlebnisreich, jung und reich an Möglichkeiten, hier Zeit zu verbringen.

So wird die Landesgartenschau der Motor für eine solide Aufwärtsbewegung: Sie erhöht die Lebensqualität der Bürger Bad Schwalbachs, poliert das Image der Stadt auf, beflügelt den Tourismus und verbessert letztendlich das Investitionsklima. Der wahre Erfolg der Landesgartenschau wird sich in den Jahren danach zeigen, wenn der „Funke Landesgartenschau“ zu einem richtungsweisenden Impuls für die Stadt geworden ist.

 

Das Kurparkkonzept

Der Entwurf von Lohrer-Hochrhein sieht keine großen Interventionen vor, sondern konzentriert sich auf die wirklich wichtigen Elemente, die den historisch gewachsenen Charakter des Kurparks ausmachen: durch behutsames Freilegen der wesentlichen Schichten, klärendes Freistellen und ein unaufdringliches Ergänzen. So werden zum Beispiel Wegerondelle und Alleen wiederhergestellt, Blickachsen geschaffen, Verweilbereiche neu gestaltet oder die Verbindung von der Stadt in den Park deutlich herausgestellt.

Dabei sensibilisiert das Neue für das historisch Gewachsene, geht eine Symbiose ein und wird zu einem modernen attraktiven Verweilort. Bad Schwalbachs erstaunliches baukulturelles Erbe – die in der Geschichte stark verwurzelte Stadt, Brunnen, Parks und die mit ihrer Topographie alles verbindende Landschaft – wird so gewürdigt und zugleich weiterentwickelt.

Neben der an das Parkpflegewerk angelehnten Erneuerung der zwei in die Hügel des Taunus übergehenden Kurparktäler ist die „Neugestaltung“ der Schnittstelle zwischen Stadt und Kurpark das zweite wesentliche Element des Konzepts. Die offene, den Besucher in den Park hineinziehende Gestaltung bildet hierbei den Mittelpunkt der Planungen.

Kurterrasse |Die Straße „Am Kurpark“ ist das Scharnier zwischen der Park- und der Stadtlandschaft. Sie wird zu einer verbindenden Stadtterrasse weiterentwickelt. Mit der geschlossenen Silhouette der Stadt im Rücken fasst sie die einschwingende Topographie, inszeniert Übergang und öffnet den tiefen Blick in die angedockten Parkfugen in Richtung Stahlbad, Kurhaus und Landschaftspark.

Unter Wahrung der technischen Anforderungen der Bundesstraße wird die funktionelle Trennung optisch durch verbindende Materialität (gesägtes Pflaster und entsprechend eingefärbtem Asphalt) überwunden – die Terrasse geht fließend in die angrenzenden Landschaftsräume über. Eine schwebende Stahl(Brunnen)Platte, ein Rasendiwan und die kleine Parkterrasse akzentuieren den themenbildenden Übergang. Begleitet von weitgehend barrierefreien Wegen wird der Blick in die Tiefe großzügig geöffnet – Stahlbadehaus, Kurhaus und Brunnenpavillon werden so zum adressbildenden Blickfang.

„Wiesental“ |Die Parklandschaft wird behutsam im Sinne des Parkpflegewerkes saniert. Im Vertrauen auf die Kraft der Bäumen und der Faszination offener Wiesenflächen prägen zukünftig inszenierte Topographie, rahmende Gehölzkulisse, ein offenes, weitreichendes Wiesental und akzentuierende Wasserbilder die Parklandschaft Bad Schwallbachs.

Zeitgemäße Adaptionen konzentrieren sich im Park Wege begleitend auf die Variationen der Wasserbilder und auf wenige in sich geschlossene Areale wie die der ehemaligen Gärtnerei.

Wasserbilder |Wasser in seinen wechselnden Facetten gliedert die Parklandschaft in thematische Abschnitte. Das tradierte Thema der inszenierten Brunnen wird aufgegriffen, fortgeführt und mit einem erweiterten Wasserbegriff thematisch ergänzt. So vervollständigen zukünftig Moorseen, Wiesenbäche, Wassernebel, Tautropfen oder Kneippfade die vorhandenen und z. T. wieder gefassten Brunnen.

„Wandelhalle“ | Im Kurpark inszeniert zukünftig eine Wandelhalle den Übergang vom intensiveren in das eher extensive Parkareal. Sie fasst die Waldhalle, öffnet mit Stufen den direkten Wasserbezug und kann je nach Bedarf durch die integrierte Technik als dauerhaft geschützte Bühne vor beeindruckender landschaftlicher Kulisse genutzt werden.

Gärtnereigelände | Das Gärtnereigelände entwickelt sich im Talraum als „Mehrgenerationengarten“ mit Spiel- und Erlebnisflächen für alle Altersgruppen.

 

Klicken Sie hier, um sich die Wettbewerbspläne von Lohrer-Hochrhein anzusehen.

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